Heute Morgen ist es endlich gefallen, nach langem Warten am Frühstückstisch – das „N-Wort“. Es fiel den Schülern plötzlich auf, dass es kein Nutella als Brotaufstrich gab – die Krise war da. Wie kann man das Frühstück denn ohne seine beliebte Nuss-Nougat-Creme überstehen. Man berichtet, dass es sogar Schüler gibt, nennen wir sie hier einmal D.S., die sich ein Butterbrot mit Kakaopulver bestreut haben, um den notwendigen Schokokick am Morgen zu bekommen… Tja, so sieht Notstand aus!

Trotz dem Schockelement ging es heute wieder an Vergnügen im Schnee. Wobei diesmal der Schnee nicht nur unter den Füssen weilte, sondern auch von oben kam und zwar immer heftiger, so dass es gut war, dass wir für heute einen Pausentag eingeplant hatten.

Für Neo war seine Krankheitspause übrigens vorbei und er konnte sich doch wieder auf dem Brett fortbewegen. Dafür hiess es für unsere Kleinen heute lieber im Bett zu bleiben. Chayenne und Chiara hatten nebst Husten und Halsschmerzen auch noch erhöhte Temperatur, so dass sie lieber liegen blieben.

Für den Rest der Mannschaft galt es, sich auf andere Sichtverhältnisse einzustellen, denn der angekündigte Schneefall kam tatsächlich, anfangs noch mässig, dann aber immer stärker.

Nur ein paar erfahrene Boarder und Skifahrer liessen sich nicht beirren und fuhren nach der Mittagspause weiter im Skigebiet umher und hatten freie Bahn, sowie Pulverschnee en masse.

Eine andere Gruppe ging nach der Mittagspause nach Scuol auf die dortige Schlittschuhbahn und versuchte das schneebedeckte Eis elegant zu durchpflügen. Schliesslich wurde sie noch von der heimischen Jugend zu einem Eishockeymatch aufgefordert, welchem dann vor allem die weibliche Teilnehmer den Stempel aufdrückte – ungeahnte Talente schlummern hier.

Der Rest der Teilnehmerinnen und Teilnehmern begab sich mit den Zug nach Zernez ins dortige Familienbad, wo nicht nur warmes Wasser, sondern auch eine grosse Wasserhüpfburg das Herz höher schlagen liess. Vor allem die grossen Jungs hatten ihren Spass an deren Besteigung und Verteidigung. Die anderen fanden es sehr spannend, sich im frisch gefallenen Schnee zu wälzen oder Schneeengel zu machen, um dann wieder ins warme Wasser zu hüpfen.

Voller neuer Eindrücke trafen sich dann alle wieder im Lagerhaus, wo es wie gewohnt um 18:00 Uhr Abendessen gab. Heute wurde Kartoffelstock mit Fleischkäse und Gemüse kredenzt.

Auch wurde anschliessend das Haus wieder einmal durchgeputzt und die Zimmer ordentlich aufgeräumt.

Das Abendprogramm bestand diesmal aus einem Film, der gewählt werden konnte. Die Mehrheit entschied sich für den cineastisch wertvollen Film „Good boys“, der von drei Zwölfjährigen handelt, die sich von einer Verlegenheit in die andere stürzen, nur weil sie nicht wissen, wie man ein Mädchen küsst.

Andere Lagerteilnehmer genossen lieber das Tischtennisspielen, das Chillen oder das Jazzen, je nach Lust und Laune.

So, nun ist der Mittwoch um, im Haus herrscht wieder Ruhe und hier wird jetzt das letzte Licht gelöscht!