Unglaublich wie schnell es in der letzten Nacht ruhig im Haus war. Normalerweise sind die Schülerinnen und Schüler in der ersten Nacht sehr schwer bettmüde zu bekommen, aber durch den neuen Trick (Valium im Tee, hihi) war es kurz nach der Nachruhe ungewöhnlich ruhig in den Zimmern. Nur aus unserem Lehrlingszimmer kam noch das ein oder andere Kampfgeräusch, was aber auch abrupt endete…

Doch am Morgen kam dann die Klagen: Die Betten wären zu weich, zu hart, das Zimmer zu kalt, zu warm und überhaupt – wer sind all die Menschen in meinem Zimmer… Schliesslich konnte man alle Schülerinnen und Schüler beruhigen, dass ihnen all dies in der nächsten Nacht so ziemlich egal sein werden würde.

Nach dem Morgenmahl ging es alsbald zum Bahnhof nach Lavin, die lange, unmöglich zu bewältigende Strecke durch Matsch, Schnee und Eis. Alle schafften es uns konnten den neuen Bahnhof bewundern, der für mehrere Millionen umgebaut wurde, jetzt eine Unterführung hat, damit man nicht mehr über die Bahngleise laufen muss…

Wie gewohnt warteten wir auf den Zug. Zum Glück machte uns noch ein Einheimischer aufmerksam, dass dieser nun auf der anderen Seite abfahren würde. Also konnten wir gleich die neue Unterführung einweihen und den Puls ein wenig nach oben jagen.

Aber schliesslich kamen wir alle in Scuol, unserem Skigebiet an. Jeder wurde ausgestattet mit dem, was sein Sportlerherz noch begehrte, und dann ging es mit den verschiedenen Leitern (der eine hat sich nicht mehr gemeldet) hinauf auf den Berg.

So wurde eingeteilt:

Unsere Skineubeginner Salome und Arianna begleiteten Herr Lang ins Snowliland, um den ersten Erfahrungen im Schnee zu machen. Hinzu gesellte sich Delina, die erst einmal wieder hineinkommen wollte.

Auch die Snowboardlehrlinge Julia, Elina, Leon und Neo fanden sich an dem Ort wieder, angeleitet von Joel, der ihnen die ersten Grundkenntnisse beibrachte.

Ski 2, bestehend aus Chayenne, Julian, Alex und Rebecca durften das Skigebiet mit Herrn Weier erobern.

Snowboard 2 mit Finn, Matthias und Joel fuhren mit Christoph durch die Gegend.

Ski 3 bestand aus Leandra, Nick, Sandro, David, Diego, Chiara, Luana und Jan, welche mit dem Leiter Markus unterwegs waren.

Schliesslich Ski 4 mit Sina, Emily, Zoe, Ivo, Tidjan, Jann und Johannes fuhren mit Leiter Johannes herum…

Nun ja, diese Gruppe wagte die Talabfahrt und nach ca. 10 Minuten übersah Emily eine Kuppe und dabei zog es ihr die Beine weg, sodass sie auf den Hinterkopf knallte. Leider hatte dies zur Folge, dass sie zuerst gar nicht mehr fuhr und schliesslich ins Krankenhaus zur Kontrolle gebracht wurde. Hier erfuhr sie, dass die sicherheitshalber im Spital bleiben müsste und zudem ein absolutes Skifahrverbot ausgesprochen wurde. Somit war klar, dass für sie das Lager leider beendet war, obwohl es doch noch gar nicht richtig angefangen hatte. Somit wird sie morgen von ihren Eltern abgeholt. Vor allem ihre Zimmergenossinnen sind darüber sehr sehr traurig…

Für die anderen ging der Spass aber weiter, da die Piste einfach genial und die Wetterbedingungen als sehr gut bezeichnet werden konnten.

Unsere Skianfängerinnen bekamen am Nachmittag einen heimischen Skilehrer namens Reto zur Verfügung gestellt, der anschliessend beschied, dass alle bald auf die Piste könnten.

Alle anderen, zumindest die Skigebietsneulinge, lernten dieses kennen und legten so manchen Kilometer zurück.

Zumindest waren alle hinterher recht platt, zufrieden mit dem Tag und natürlich mit dem tollen Mittagessen, was für die meisten aus Junkfood, nämlich Pommes mit Nuggets, bestand.

Wieder zurück im Lagerhaus ging zunächst der Kampf um die Duschplätze los, damit jede oder jeder frühzeitig duschen konnte.

Zum Abendessen gab es Spaghetti (hatten wir die nicht kürzlich…) mit verschiedenen Sossen.

Das Abendprogramm wurde etwas umgemodelt, da sich Herr Weier mit einigen Mädels nochmals ins Krankenhaus begab, um Emily zu besuchen und ihr noch ein paar Utensilien zu bringen.

Derweil wurde im Lagerhaus gespielt und wild getobt, so dass die letzten Kraftreserven aufgebraucht wurden. Vielleicht war es aber auch eine reine Überzuckerung, denn die „Elternspenden“ wurden dankbar angenommen und so manche Süssigkeit vertilgt.

Beim Verfassen dieser Zeilen ist es aktuell wieder sehr ruhig im Haus, die meisten Teilnehmer schlafen schon. Gut so, denn morgen erwartet und ein neuer herrlicher Tag im Engadin…

Und Emily – wird denken an dich!!!